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Berufsausbildungszentrum und Kinderdorf

Heute waren wir zuerst in unserem Berufsausbildungszentrum in Kality, einem Vorort von Addis. Aktuell werden hier 201 Jugendlich in den Bereichen Metallverarbeitung, Automechanik und -electronik und Holzverarbeitung ausgebildet. Besonders hat mich beeindruckt, dass hier alles total durchorganisiert ist. Überall hängen Sicherheitsvorschriften und alle Werkzeuge sind ordentlich verräumt und in Listen festgehalten. Die Ausbildung hat einen hohen Standard, so dass die Jugendlichen die hier ihren Abschluss machen, im Anschluss zu 100 Prozent einen Job finden. Um so unverständlicher ist es für mich, dass der Stadt sich nicht an den Kosten beteiligt.

Zusammen mit dem Leiter des Kinderdorfes ging es dann zu einem traditionellen äthiopischen Mittagessen. Als erstes kommt der Kellner mit einer Kanne heißem Wasser und einer speziellen Schüssel an den Tisch, damit sich alle die Hände waschen können. Danach wird dann ein großes rundes Tablett gebracht, auf dem auf dem Grundnahrungsmittel Injera (ein Sauerteig-Fladen) verschiedene Saucen mit und ohne Fleisch zu finden sind. Von dem Injera reisst man sich dann immer kleine Stücke ab und nimmt damit die Sauce auf. Injera ist eigentlich geschmacksneutral, der Rest aber total lecker. Nach einem weiteren Stopp für einen äthiopischen Kaffee ging es dann ins Kinderdorf. Dieses liegt tatsächlich in einem besseren Viertel von Addis, das heißt, es gibt viele neue Strassen, Steinhäuser und auch richtige Prachtbauten, wenn man es mit den anderen Vierteln vergleicht. Wie früher so oft, wurde das Grundstück für das Dorf nicht strategisch von uns ausgesucht sondern wurde uns geschenkt oder sehr günstig vermacht und auch wenn das Viertel besser ist als das in dem das National Office ist, so gibt es auch hier noch viel Armut.

Im Kinderdorf leben 15 Kinderdorffamilien mit jeweils 10 Kindern. Bei einer Familie waren wir zum Kaffee eingeladen und durften uns auch das Haus ansehen. Die Kinderdorfmutter hatte ein kleines, schmales Zimmer in das genau ihr Bett passte und dann noch zwei Better der kleinsten Kinder. Dann gab es noch zwei Vierbettzimmer für die anderen Kinder. Wenn ich darüber nachdenke, dass ich für mich alleine drei Zimmer habe ist das schon wirklich krass. Wie waren auch noch im Kindergarten, in dem ca. 125 betreut werden. Die kleinen Knirpse waren so niedlich, nur mit der Sprache war es etwas schwierig ;-)

Und dann haben wir noch mit einer Gruppe Kinder das Projekt "Lieblingsort" durchgeführt. Die Kinder haben uns ihren Lieblingsort im Kinderdorf gezeigt, davon habe ich ein Foto gemacht und die Kids malen dazu jetzt noch ein Bild. Beides wird dann zusammen auf ein Plakat geklebt. Meine Kollegin hat dieses Projekt bereits in Berlin durchgeführt und nun wollen wir die Ergebnisse aus Äthiopien mit nach Deutschland nehmen. Der große Sportplatz war vor allem für viele Jungs der absolute Lieblingsplatz. Erschreckend, dass es genau einen vernünftigen Lederfußball gab, die anderen Bälle der Kids waren schon ausgestopft.

Die meisten Kinder die im Dorf leben sind Waisenkinder. Die Eltern sind entweder durch HIV ums Leben gekommen oder durch den Krieg mit Eritrea.

22.10.14 21:37

Letzte Einträge: Busfahrt nach Bahir Dar, Kinderdorf, Schule und Familienstärkungsprogramm, Meine afrikanische beste Freundin Roza, Im Wohnzimmer mit 10 Kindern und einem Huhn, Partnerschaft zweier Kinderdörfer, Letzte Tag in Bahir Dar

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Guy (23.10.14 10:12)
wie bringen wir dies in deutschland oder bremen unter...
wie kriegen wir dies vermittelt einfach nur so...
kindern und familien zeigen wie es in dieser welt auch aussieht....fragen anregungen...
ich bin gespannt...
lieben gruß guy

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