Categories

Letztes Feedback

Meta





 

Partnerschaft zweier Kinderdörfer

Am Donnerstag sind wir in die Stadt gefahren um die Fotos für unsere Ausstellung entwickeln zu lassen. Da der Markt praktischerweise auf dem Weg lag ;-), haben wir dort noch einen kleinen Zwischenstopp eingelegt. Im Vergleich zu Addis, war das schauen und shoppen hier sehr entspannt. Auch wenn wir natürlich das eine oder andere Mal angequatscht wurden. 
Es ist schon immer wieder faszinierend, was man auf diesen Märkten so alles finden kann: Plastikschüsseln, Eier die in der prallen Sonne stehen, Gewürze, Kaffeebohnen, Obst, Gemüse, Klamotten und und und.

Am Nachmittag war dann großes Kino angesagt, denn es wurde die Partnerschaft vom Kinderdorf Bahir Dar mit dem Kinderdorf Worpswede gefeiert. Wir hatten die Bilder der Kinder vom "Lieblingsplatz" und zahlreiche Fotos aufgehangen und unsere äthiopischen Kollegen schmückten den Innenhof mit Gras, Blumen, einem Platz für die Kaffeezeremonie und Plastikblumen auf dem "Plenum". Es gab auch einen Plastikbanner, der nach einigen Versuchen und dank zahlreicher Klebestreifen dann auch tatsächlich die komplette Zeremonie an der Wand blieb. 
Neben den Kinderdorfleitern aus Worpswede und Bahir Dar waren noch der Programm Direktor, ein Universitätsprofessor und eine Jugend- und Sozialamtsleiterin als Redner geladen. Die Kinderdorfmütter und Mitarbeiter waren als Zuhörer vor Ort und sogar ein nationales Fernsehteam war mit von der Partie. Nach diversen Reden bedankten sich unsere äthiopischen Kollegen für unseren Besuch und bekräftigten, wie sehr sie sich über die Patenschaft freuen. Zu guter Letzt  überreichen sie uns allen noch einen Wandschmuck mit äthiopischen Sehenswürdigkeiten. Anschließend schnitten wir gemeinsam ein speziell für diese Zeremonie gebackenes Brot durch.
Nach dem offiziellen Teil wurden dann alle zu Speis und Trank eingeladen. Als Ehrengäste bekamen wir zuerst. Es gab Injera mit Fleisch vom Schaaf. Außerdem noch Hackfleisch, das dachte ich zumindest, bis mir meine Kollegen am nächsten Tag lachend mitteilten, dass das die Innereien vom Schaaf waren. Ahhhhhh!!!
Auf jeden Fall habe ich beides ganz mutig probiert und kann Euch sagen, dass Schaaf nicht zu den Dingen gehört, die ich noch einmal essen muss. Glücklicherweise konnte ich meinen Teller irgendwann meinem Kollegen unterschieben. Beim gemütlichen Teil wurden dann auch die Bierkisten rausgeholt und bevor wir uns in die Mitarbeiterrunde einreihten, machten meine Kolleginnen und ich noch einen kurzen Ausflug zu der Kirche, von der wir morgens fast täglich geweckt wurden. Der Fahrer des Kinderorfes und der Sozialarbeiter begleiteten uns, denn unsere Kollegen passen hier immer gut auf uns auf ;-)
Die Kirche liegt auf einem Hügel und oben angekommen erwartete uns eine große Überracshung. Der "Gesang" den wir schon vom Morgen kannten kam aus einem Kassettenrekorder vor dem ein Mikro lag! Unfassbar!

Wieder zurück mussten wir als Deutsche natürlich mit den anderen Bier trinken, was aber für mich aufh nicht so schlimm war, da es ein sehr Mildes war. Es war eine sehr nette Stimmung und auch wenn es uns allen noch immer Schwierigkeiten bereitet, die Namen der Kollegen aussprechen zu können bzw. überhaupt zu wissen. Als sich der Boss dann irgendwann verabschiedete, war das auch das Zeichen für alle anderen zu gehen. Für uns zuerst einmal eine etwas befremdliche Situation, aber andere Länder, andere Sitten ;-).

31.10.14 21:00

Letzte Einträge: Busfahrt nach Bahir Dar, Kinderdorf, Schule und Familienstärkungsprogramm, Meine afrikanische beste Freundin Roza, Im Wohnzimmer mit 10 Kindern und einem Huhn, Letzte Tag in Bahir Dar

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen